Bildungsgipfel des Handwerks

08.09.2020

Land verstärkt Berufliche Orientierung an Schulen

Bildungsministerin hat Bildungsgipfel des Handwerks in Schwerin besucht

Bildungsministerin Bettina Martin beim Rundgang durch das Bildungs- und Technologiezentrum Schwerin, Foto: Georg Zirzow
Bildungsministerin Bettina Martin beim Rundgang durch das Bildungs- und Technologiezentrum Schwerin, Foto: Georg Zirzow

Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Berufliche Orientierung in der Schule. Neben den etablierten Angeboten zur Berufsorientierung an Regionalen Schulen und Gesamtschulen, ist Berufliche Orientierung in der gymnasialen Oberstufe seit diesem Schuljahr sogar Schulfach. Für die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 11 steht das neue Fach als Grundkurs auf dem Stundenplan. Darüber informierte Bildungsministerin Bettina Martin auf dem Bildungsgipfel der Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommern und der Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften in Schwerin.
 
„Wir stellen uns bei der Beruflichen Orientierung noch breiter auf“, betonte die Ministerin. „Vom neuen Schulfach in der gymnasialen Oberstufe verspreche ich mir, dass unsere Abiturientinnen und Abiturienten neben den zahlreichen Studienmöglichkeiten auch über eine gute berufliche Ausbildung informiert werden. Das Handwerk ist das Rückgrat der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und bietet jungen Menschen viele attraktive Ausbildungsplätze. Wir müssen ihnen noch stärker aufzeigen, dass die duale Ausbildung viele gute Karrierechancen bietet“, erklärte Martin.
 
In den vergangenen Wochen hatte die Bildungsministerin vielfach an junge Menschen appelliert, sich für eine Berufsausbildung zu entscheiden. Unter dem Hashtag #echtpraktisch hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den sozialen Medien eine Ausbildungskampagne gestartet, um auf das Angebot an freien Ausbildungsplätzen aufmerksam zu machen. Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen, können sich im laufenden Ausbildungsjahr weiterhin bewerben.
 
„Der Mangel an Azubis verschärft den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel in Mecklenburg-Vorpommern. Dem müssen wir mit aller Kraft entgegenwirken“, so die Bildungsministerin. Ich freue mich sehr über jeden jungen Menschen, der oder die sich für einen Ausbildungsplatz im Handwerk entscheidet. Denn auch Auszubildende, die erst nach dem 1. September anfangen, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wer später beginnt, wird in den beruflichen Schulen gezielt gefördert, um den Stoff aufholen zu können. Das ist geübte Praxis auch aus den vorherigen Jahren“, sagte sie.

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