Mehr Gehalt für Grundschullehrkräfte in MV

10.06.2020

Grundschullehrerinnen und -lehrer ab August mit A13/ E13 vergütet

dpa

Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern möchte das Grundschullehramt attraktiver machen. Ab 1. August 2020 sollen Grundschullehrerinnen und -lehrer mit der A 13 beziehungsweise E 13 vergütet werden. Damit verdienen sie genauso viel, wie ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen Schularten.

Auch Schulleiterinnen und -leiter an Grundschulen erhalten mehr Geld. Mit dem Beschluss des Lehrerbildungsgesetzes und der Änderung weiterer dienstrechtlicher Vorschriften hat der Landtag M-V dafür die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. „Im Grundschulalter werden die Grundlagen gelegt für alles, was danach kommt. Grundschullehrkräfte machen einen enorm wichtigen Job. Die Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften ist ein überfälliger Schritt", sagt Bildungsministerin Bettina Martin.

Die Höhergruppierung von Grundschullehrkräften ist im 200-Millionen-Euro-Paket vorgesehen, das die Landesregierung auf den Weg gebracht hat. Im Haushalt 2020/2021 sind dafür jährlich 18 Millionen Euro eingeplant. Neben den besoldungsrechtlichen Anpassungen beziehungsweise der tarifrechtlichen Eingruppierung, wird es auch Änderungen in der Lehrerbildung im Grundschulbereich geben. Hintergrund sind gestiegene Anforderungen an den Beruf.

Außerdem baut das Land die Grundschullehrkräfteausbildung an den Universitäten aus und stärkt den Praxis- und Berufsfeldbezug im Studium. Die Regelstudienzeit für das Grundschullehramt soll von neun auf zehn Semester verlängert werden, indem mehr Praxisanteile in das Studium implementieren werden. Diese zusätzliche Praxiszeit wird später auf das Referendariat angerechnet, das dann 12 statt 18 Monate dauern soll. Diese Option gibt es bereits im Lehrerbildungsgesetz.

Zudem erhöht das Land die Zahl der Studienplätze für das Lehramt an Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern: An der Universität Greifswald wird ab dem Wintersemester 2020/2021 das Studium für das Lehramt an Grundschulen wieder möglich sein. An der Universität Rostock soll die Zahl der Studienplätze erhöht werden.

Zur Pressemitteilung des Bildungsministeriums